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April 1, 2011 / It's Kaddy

Ich fühle nur die Zeit

Es ist schon komisch, wenn man ein Haus betritt, dass sich, solange man sich zurück erinnern kann, noch nie verändert hat. So, wie das meiner Großeltern. Die selben Möbel, am selben Platz. In den Schränken liegen seit jeher die selben Gegenstände. Der Ablauf, seit Jahren unverändert. Die Stimmen in diesem Haus, einfach alles könnte mich vom Fleck weg in meine Kindheit zurück versetzen.
Wäre da nicht jemand, der mir diesen Platz nun wegnimmt; mein eigenes Kind.

Wie in einem umfassenden Déjá-vu sehe ich nun zu, wie er:

– sich die Spielsachen holt, mit denen wir früher so viel Spaß hatten
– vom Opa lernt, wie man im Gartenteich die alten Plastikenten mit Wasser beschießt
– von meinen Großeltern umsorgt wird, wie wir es auch über uns haben ergehen lassen😉

Es ist einfach alles wie früher, nur dass ich dieses Mal zusehen darf. Ich darf sehen, dass Liebe unerschöpflich ist, dass Kinder Menschen scheinbar verzaubern können und ich sehe, wie wichtig eine liebende Familie ist. Was für mich als Kind selbstverständlich war, kann ich nun wertschätzen. Nicht nur für mein Kind, sondern auch für mich.

Ich könnte mich nun alt fühlen, da ich den EnkelKIND-Status abgeben musste (bin jetzt nur noch Enkel).

Ich fühle mich aber nicht alt. Ich fühle nur die Zeit, die zwischen meiner Kindheit und dem Jetzt liegt. Wie wertvoll sie immer sein wird und wie unbezahlbar es ist, älter zu werden.

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